Der "Trojaner-König" ist besiegt - Behörden zerschlagen Emotet-Struktur

25.02.2021 | Aktuelle Meldungen

Im Juli 2020 berichteten wir über weltweit gehäufte Emotet-Angriffe mit Makro-Viren und die teils sehr gravierenden Schäden, die die Schadsoftware verursachen kann. Die Angriffe zielten zu dieser Zeit sowohl auf öffentliche Einrichtungen wie Gerichte und Krankenhäuser als auch auf privatwirtschaftliche Einrichtungen und richteten Schäden in Millionenhöhe an.1

Nun ist es der Zentralstelle zur Bekämpfung von Internetkriminalität der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt a. M. und dem Bundeskriminalamt in Zusammenarbeit mit anderen internationalen Strafverfolgungsbehörden gelungen, die Infrastruktur von Emotet zu zerschlagen. Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), bezeichnete dies als «wichtige[n] Schlag gegen die Cyber-Kriminalität».2

Personen, deren Geräte mit dem Emotet-Virus befallen sind, werden derzeit von ihren Providern kontaktiert und über den Befall informiert. In diesem Fall sollten Betroffene ihr System bereinigen, da das Risiko besteht, dass neben dem Emotet auch andere Schadsoftware das System infiziert hat.3
Hilfestellung bei der Bereinigung, weiterführende Informationen zur Funktionsweise von Emotet und Tipps zum Schutz vor Schadsoftware im Allgemeinen hat das BSI auf der Seite Informationen zur Schadsoftware Emotet zusammengefasst.

 

1) Beuth, P.: Strafverfolger stoppen die gefährlichste Schadsoftware der Welt, online veröffentlicht unter: www.spiegel.de/netzwelt/web/emotet-gestoppt-strafverfolger-zerschlagen-infrastruktur-der-beruechtigten-schadsoftware-a-dbc45b2a-11d5-453e-a8b2-f56088c85133, zuletzt besucht am 03. Februar 2021.
2) Schönbohm, A. zitiert nach BSI (Hrsg.): Emotet-Infrastruktur zerschlagen – BSI informiert Betroffene, online veröffentlicht unter: www.bsi.bund.de/DE/Service-Navi/Presse/Pressemitteilungen/Presse2021/210127_Emotet-Statement.html, zuletzt besucht am 03. Februar 2021.
3) BSI (Hrsg.): Emotet-Infrastruktur zerschlagen – BSI informiert Betroffene, online veröffentlicht unter: www.bsi.bund.de/DE/Service-Navi/Presse/Pressemitteilungen/Presse2021/210127_Emotet-Statement.html, zuletzt besucht am 03. Februar 2021.